awo head start 201602

Sozialministerin Carolina Trautner besucht das Augsburger Frauenhaus und zeigt sich beeindruckt vom Engagement der AWO Augsburg

Der Besuch war bereits für das Frühjahr geplant, musste aber „Cornona-bedingt“ erst einmal verschoben werden. Umso mehr freuten sich AWO Geschäftsführer Werner Weishaupt und Birgit Gaile, Leiterin des Augsburger Frauenhauses, mit ihrem Team, dass es am Montag, 29. Juni 2020, endlich so weit war: Die bayerische Sozialministerin Frau Carolina Trautner besuchte das Augsburger Frauenhaus. Thema des Besuchs waren neben der Besichtigung des Frauenhauses auch der Austausch über verbesserte Förderrichtlinien, eine geplante Platzerweiterung sowie zwei zum Jahreswechsel gestartete Modellprojekte der AWO Augsburg.

Bei der Führung durch das Haus war die Ministerin sichtlich von der Schutzeinrichtung und den schönen Räumlichkeiten für die gewaltbetroffenen Frauen und Kinder angetan. Die Einrichtung befindet sich erst seit 3 Jahren an dem heutigen Standort und wurde von der AWO Augsburg speziell für die dort lebenden Frauen und Kinder errichtet. „Wir sind wahrscheinlich eines der ersten Frauenhäuser, das über eine Appartementstruktur verfügt. Sie ermöglicht unseren schutzsuchenden Bewohnerinnen auch einen entsprechenden Rückzug in die Privatsphäre“, so Birgit Gaile. Besonders freut sie sich, den im Hause lebenden und oftmals traumatisierten Kindern geeignete und großzügige Spielflächen bieten zu können. „Am früheren Standort hatten wir eine Sandkiste mit 4 m². Jetzt steht den Kindern eine über 300 m² große Außenspielfläche zu Verfügung. Bei der Errichtung dieser Spielfläche hat uns „Sternstunden“ sehr unterstützt. Hierfür sind wir nach wie vor sehr dankbar“, so Werner Weishaupt weiter.

Von der sehr guten Kooperation mit den lokalen öffentlichen Händen konnte sich Frau Sozialministerin Trautner ebenfalls überzeugen. So berichteten Frau Diana Erdin, Abteilungsleiterin beim Augsburger Amt für Soziale Leistungen, und Frau Cornelia Bader, stellv. Geschäftsführerin des Jobcenters Augsburg, von ihren vielfältigen Berührungspunkten zum Hilfesystem Gewalt und der Zusammenarbeit mit dem Frauenhaus Augsburg. Dank dieser guten Kooperation konnte das von Seiten des bayerischen Sozialministeriums geförderte Modellprojekt „Second-stage“ in Augsburg schnell und erfolgreich gestartet werden. Second-stage unterstützt die Frauenhausbewohnerinnen bei der Suche nach einer geeigneten Wohnung und stellt selbst Wohnraum zur Verfügung. Für die Bewohnerinnen des Frauenhauses ist es sehr schwer, schnell eine günstige Wohnung auf dem angespannten Wohnungsmarkt zu bekommen.

Natürlich gab es bei dem Gespräch auch Fragen zur bisherigen Bewältigung der Covid-19-Krise. So gelten im Frauenhaus z.B. verschärfte Hygieneregeln. AWO Geschäftsführer Weishaupt dankte zum Abschluss des Besuchs daher Frau Trautner sehr für die unbürokratische Unterstützung des Sozialministeriums und die Bereitstellung von finanziellen Mittel, um die Corona-bedingten Belastungen abzufedern.  

 

Trautner Gruppenbild 28 07 2020

(von links nach rechts) Diana Erdin (Abteilungsleiterin beim Augsburger Amt für Soziale Leistungen), Claudia Bolz (Referatsleiterin im StMAS), Dr. Andreas Frank (Referatsleiter im StMAS), Birgit Gaile (Leiterin des Frauenhauses), Werner Weishaupt (Sprecher der Geschäftsführung der AWO Augsburg), Evi Bichler (Mitarbeiterin des Frauenhauses), Marie-Jeanette Gillmann (Mitarbeiterin des Frauenhauses), Cornelia Bader (stellv. Geschäftsführerin des Jobcenters Augsburg), Sozialministerin Carolina Trautner

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